ASM VERFAHREN

ASM In Systemen, bei denen mehrere Leistungssteller des gleichen Typs der Geräteserie Thyro-P im Vollschwingungstakt (TAKT) arbeiten, kann mit dem ASM-Verfahren eine dynamische und automatische Netzlastoptimierung realisiert werden. Das patentierte Verfahren minimiert eigenständig die Netzbelastungspitzen und damit auch die Netzrückwirkungen im laufenden Betrieb.

Unterstützte Typen: Gesamte Thyro-P-Serie.

ALLGEMEINES

Das hier beschriebene ASM-Verfahren (Automatische Synchronisation in Mehrfach-Stelleranwendungen) bietet für den Anwender erhebliche Vorteile bei der Handhabung großer Energiemengen. Das ASM-Verfahren für „Netzsynchronisation“ von Leistungsstellern reagiert automatisch auf Netzlastveränderungen und stellt damit das für die Anwendung optimale Netzbelastungs-Verhältnisse ein.

Netzlastoptimierung bedeutet „technisch“:
  • Verringerung der periodischen Netzlastspitzen
  • Verringerung von Netzrückwirkungen
  • Kleinere Baugrößen (Trafo, Einspeisung und sonstiger Installation)
Netzlastoptimierung bedeutet „wirtschaftlich“:
  • Verringerung der Betriebskosten
  • Verringerung von Investitionskosten

ARBEITSWEISE

Das ASM-Verfahren arbeitet dynamisch, d.h. es passt sich an Last- und Sollwertänderungen automatisch an. Die Netzlastoptimierung ist ein der Betriebsart überlagertes Verfahren, dass die Einschaltzeitpunkte in der Betriebsart TAKT steuert und damit die periodischen Einschaltspitzen verringert. Der Steller mit ASM-Verfahren verhält sich sonst genauso wie ein Steller in der Betriebsart TAKT, d.h. Regelalgorhytmus, Begrenzungen usw. arbeiten unverändert.

In der folgenden Abbildung sind die Einzellasten von 7 Leistungsstellern im TAKT-Verfahren mit verschiedenen Einschaltzeiten Ton, sowie verschiedenen Lastwerten zu sehen. Die Leistungssteller sind nicht synchronisiert und ergeben die im unteren Teil der Abb. zu sehende Gesamtlast. Das Beispiel ist nur zur Veranschaulichung der Zusammenhänge gewählt, aber es zeigt nicht den worst-case Fall.

Die Gesamtlast hat neben erheblichen Amplituden auch Nullwerte, sowie einen deutlichen, störenden Dynamikantei. Zur Reduzierung der daraus in vielen Fällen resultierenden Problemen können Synchronisationsverfahren eingesetzt werden, die aber unterschiedliche Verbesserungen bringen.

Das ASM-Verfahren bietet optimale Lastverhältnisse, da es sich sowohl bei Sollwertänderungen als auch bei Laständerungen dynamisch anpaßt. Die folgende Abbildung zeigt am obigen Beispiel die Auswirkung des ASM-Verfahrens für die gegebene Sollwert- und Lastsituation.

Zu erkennen ist die Auswirkung der Synchronisation an den verschobenen Last-kurven der Steller (a), (e) und (g).
Die ohne Synchronisation vorhandenen „Lasttäler“ werden durch Adaption der Kurven von (a), (e) und (g) aufgefüllt und damit gleichzeitig die Spitzen der Gesamtlast erheblich vermindert.
Ohne ausgeprägte Gesamtlastspitzen und Lasttäler ist die Dynamik der Netz-belastung und damit die Netzrückwirkung erheblich reduziert.

ASM ASM

VORAUSSETZUNGEN

Für das ASM-Verfahren gelten folgende Voraussetzungen
  • Gruppen von Thyro-P 1P (oder Thyro-P 2P) an der gleichen Leistungsversorgung
  • Thyro-P Leistungssteller ausgerüstet mit ASM-Steuergerät
  • ASM-Verdrahtung von ASM-Eingang und Ausgang 2 an jedem Steller (siehe Betriebsanleitung Thyro-P)
  • Betriebsart TAKT
  • 2 oder mehr Leistungssteller
  • Thyro-Tool Family zur Einstellung der Parameter